Was ist CBD?

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In aller Kürze

  • Aus Hanf werden Cannbinoide wie Cannabidiol (CBD) gewonnen.
  • CBD wird derzeit wegen seiner vielen positiven Wirkungen intensiv erforscht.
  • Der Konsum und Verkauf von CBD ist in Deutschland legal.
  • Wer CBD kaufen möchte, sollte auf hochwertige Produkte achten.

Erklärung: Cannabis, Cannabinoide und Cannabidiol

Als Cannabis wird die Hanfpflanze bezeichnet. Aus Hanf werden Cannabinoide wie Cannabidiol (CBD) gewonnen.

Zugegeben: Bei den vielen Begriffen um CBD kommen selbst Wissenschaftler schnell mal durcheinander. Doch eigentlich ist es ganz leicht: Cannabis ist der wissenschaftliche Name der Hanfpflanze. Cannabis sativa, und Cannabis indica sind die botanischen Namen der Pflanze. Aus Hanf wird allerhand hergestellt: Seile und Kleidung aus den Fasern, Speiseöle aus den Samen oder Duftöle aus Blättern und Blüten.

Insgesamt sind derzeit über 100 Cannabinoide bekannt, die aus der Hanfpflanze gewonnen werden und auf unser Endocannabinoid-System wirken. Der Mensch produziert selbst Cannabinoide, die dann Endocannabinoide genannt werden. Das bekannteste ist Anandamid, das THC sehr ähnelt. Es hat allerdings eine deutlich geringere Wirkung und wird bereits über die Muttermilch der stillenden Mutter an den Säugling weitergegeben.

Cannabinoide und Endocannabinoide docken an den gleichen Rezeptoren an und ähneln sich in ihrer Struktur sehr stark.

Cannabis und Cannabinoide sind durch THC etwas in Verruf geraten. Doch berauschend wirken nur sehr wenige Cannabinoide. Zu den Cannabinoiden zählen also noch viel mehr Stoffe, die nicht psychoaktiv sind. Zu ihnen gehört auch Cannabidiol (CBD), dem ein sehr großes gesundheitsförderndes Potenzial zugeschrieben wird. Naturheilkundler überrascht das nicht, denn Cannabis hat als Heilpflanze eine sehr lange Tradition.

Aus einer Pflanze können nicht zwangsweise alle Cannabinoide in größeren Mengen gewonnen werden. Durch verschiedene Ziele bei der Züchtung können Pflanzen sich sehr stark unterscheiden. Nutzhanf beispielsweise enthält fast überhaupt kein THC, weil dieses Cannabinoid in Deutschland und in vielen anderen Ländern nicht oder nur sehr beschränkt angebaut werden darf.

Cannabinoide lassen sich nicht einfach aus einer Pflanze herausfiltern. Denn viele der Verbindungen liegen erst in einer Vorstufe vor. Erst durch Erhitzung oder Trocknung transformieren sie in das jeweilige Cannabinoid.

Viele der Cannabionide sind sehr ähnlich benannt: Es gibt Cannabidiol und Cannabinol, Tetrahydrocannabinol, Cannabitriol oder Cannbicyclol. Da ist es leicht, durcheinanderzukommen. Die Namen sind deswegen so ähnlich, weil sich auch die Cannabinoide sehr ähnlich sehen. Denn sie alle gehen auf einen Stoff namens Geranylpyrophosphat zurück. Die Cannabispflanze verändert diese Substanz in weitere Vorstufen, die dann durch Erhitzen, Trocknen oder auch interne Prozesse in der Pflanze in andere Cannabinoide verwandelt werden. Sie unterscheiden sich dadurch in vermeintlichen Kleinigkeiten, die jedoch entscheidend für die Wirkung im Körper sind und ihren Namen bestimmen. Wir haben die wichtigsten Punkte für Dich zusammengefasst. Hier erfährst Du allerdings alles, was Du darüber wissen musst.

CBD sticht unter den Cannabinoiden hervor

Es gibt derzeit fast 150 bekannte Cannabinoide. Man geht davon aus, dass es Tausende Cannabinoide gibt. CBD soll besonders viele gesundheitsfördernde Wirkungen haben und ist das erste entdeckte Cannabinoid.

Derzeit sind fast 150 Cannabinoide bekannt. Sie alle wirken auf unsere Cannabinoid-Rezeptoren. Doch davon gibt es zum einen mehrere und zum anderen können Cannabinoide unterschiedlich wirken.

Ein Beispiel wäre Anandamid, das am CB1-Rezeptor andockt und dort ein kleines Stimmungshoch auslöst oder Schmerz lindert. Andere Cannabinoide wie CBD blockieren diesen Rezeptor und senken beispielsweise den Appetit. CBD kann die Aktivierung des CB1-Rezeptors anscheinend sogar verändern. Auf diese Weise mildern sie unangenehme Nebenwirkungen ab, die bei einer Aktivierung des CB1-Rezeptors auftreten können. Ein Beispiel für eine solche Nebenwirkung wären Angstgefühle.

Das Zusammenspiel ist komplex und deswegen haben die unterschiedlichen Cannabinoide jeweils ihre eigene Wirkung. Weil es Hinweise gibt, dass darunter auch viele gesundheitsförderliche Wirkungen sind, werden Cannabinoide derzeit intensiv erforscht.

Besonders im Fokus steht dabei CBD. Das liegt daran, dass diesem Cannabinoid besonders wertvolle Wirkungen nachgesagt werden. Das therapeutische Potenzial von CBD scheint also noch deutlich größer zu sein als bei anderen Cannabinoide. Noch dazu macht es nicht abhängig und wirkt nicht berauschend. Die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen, falls sie überhaupt auftreten. Deswegen wird CBD derzeit im Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen wie Migräne, Multipler Sklerose, chronischen Schmerzen oder Epilepsie erforscht und auch in immer mehr Ländern zugelassen.

CBD wurde 1963 erstmals durch den israelischen Wissenschaftler Raphael Mechoulam isoliert. Damit ist CBD sogar noch länger bekannt als THC, denn das isolierte Mechoulam erst im folgenden Jahr. Mechoulam gilt als der „Großvater“ der medizinischen Cannabisnutzung und entdeckte auch das Endocannabinoidsystem des Menschen. Er war von der medizinischen Wirkung von CBD überzeugt und führte zahlreiche Studien mit dem Cannabinoid durch. Mechoulam ist zu verdanken, dass die CBD-Forschung überhaupt so stark ins Rollen kam.

Die Wirkung von CBD im Körper: Noch besser im Verband?

CBD wirkt nicht nur im Endocannabinoid-System, sondern auch auf andere Rezeptoren. Und Cannabinoide wirken nicht nur für sich, sondern auch miteinander. Dieses als Entourage-Effekt bezeichnete Phänomen kannst du nur bei echten Vollspektrumprodukten erwarten.

Die Wirkung von CBD im Körper ist wie bei den meisten Stoffen, die auf unser Nervensystem wirken, noch nicht völlig geklärt. Klar ist, dass es das Endocannabinoid-System im Körper beeinflussen kann. Studien deuten darauf hin, dass CBD mit dem CB1-Rezeptor auf unterschiedliche Arten agieren kann: Hemmend, aktivierend und modulierend. Allerdings scheint eine Hemmung oder Modulation, also Veränderung dieses Rezeptors wesentlich häufiger zu sein. Doch CBD hemmt auch den Abbau von Endocannabinoiden wie Anandamid, die wiederum aktivierend wirken. .Außerdem dockt es auch außerhalb des Endocannabinoid-Systems an Rezeptoren an. So hemmt es Entzündungen. Derzeit wird angenommen, dass es am CB2-Rezeptor regulierend auf Entzündungen eingreift. Über den 5HT1A-Rezeptor kann es sich anscheinend lindernd auf Ängste auswirken. Es ist allerdings nicht abschließend geklärt, welche Wirkung genau auf welchen Rezeptor zurückgeführt werden kann, zumal CBD pleiotrop wirkt. Es wirkt also auf mehr als eine Art und macht es Wissenschaftler damit sehr schwer, die Wirkung an einem Rezeptor „festzunageln“.

Es gibt Hinweise darauf, dass viele Cannabinoide zusammen besser wirken als einzelne Cannabinoide. Dieses Phänomen wird auch als „Entourage-Effekt“ bezeichnet. Dabei geht es nicht nur darum, dass zwei Cannabinoide stärker wirken als eines. Stattdessen ist die Kombination mehr als die Summe ihrer Teile. Sie bedingen und potenzieren sich gegenseitig. Die Gesamtwirkung ist also anders, als du erwarten würdest, wenn du die einzelnen Wirkungen kennst.

Warum das so ist, ist noch nicht geklärt. Das Endocannabinoidsystem ist sehr komplex, in Hanf sind unzählige Cannabinoide, Terpene und Flavonoide enthalten. Doch die einzelnen Bestandteile wirken auf unterschiedliche Arten im Endocannabinoidsystem und beeinflussen sich dadurch auch.

1998 stellt Raphael Mechoulam erstmals die These auf, dass die Bestandteile der Cannabispflanze isoliert nicht so wirksam sind, wie sie es zusammen wären. Er beschrieb den Entourage-Effekt damals noch vor allem auf zellulärer Ebene, inzwischen wird dieses Konzept jedoch auf die gesamte pharmakologische Wirkung angewendet.

Diese Übertragung ist allerdings wissenschaftlich nicht völlig gesichert. Denn obwohl viele Wissenschaftler wie selbstverständlich mit dem Begriff des Entourage-Effekts arbeiten und viele Cannabis-Nutzer diesen aus eigener Erfahrung kennen, ist dieser in der heute genutzten Form nicht wissenschaftlich belegt. Im Gegenteil zweifelt eine neuere Übersichtsstudie eher daran, dass der Effekt so umfangreich ist. Allerdings: Eine Cannabispflanze enthält über 400 unterschiedliche Stoffe und nicht alle wirken (nur) auf die CB1-Rezeptoren des Endocannabinoidsystems. Den Entourage-Effekt wissenschaftlich zu beweisen ist deswegen genauso schwer, wie ihn zu widerlegen.

CBD vs. THC Lucky Hemp

Denn einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich der Entourage-Effekt nicht nur auf Cannabinoide beschränkt. Stattdessen sind noch andere Stoffe wichtig, die auch in der Hanfpflanze vorkommen: Terpene und Flavonoide, deren pharmakologische Wirkung ebenfalls nachgewiesen ist.

Für dich bedeutet das: Vollspektrumprodukte sind schonend und aufwändig hergestellt und enthalten viele weitere Cannabinoide, Flavonoide und Terpene, die für eine wirklich nachhaltige Wirkung entscheidend sind. Gegenüber Isolaten sind sie deswegen die bessere Wahl. Das würde selbst dann gelten, wenn am Entourage-Effekt nichts dran wäre, denn die Wirkungen der einzelnen Stoffen bleiben schließlich bestehen.

Wo wird CBD eingesetzt?

CBD wird als Medikament und Nahrungsergänzungsmittel bei verschiedenen Krankheiten und Beschwerden eingesetzt.

Als CBD-Kapseln, Hanfblüte oder Öl mit angegebenen CBD-Gehalt wird es in Online-Shops, Spezialgeschäften, Drogerien (als Aromaöl) oder in Apotheken angeboten.

Darüber hinaus wird es jedoch bereits in ersten Medikamenten genutzt. So ist CBD Bestandteil von Nabiximol. Der Hanfextrakt ist als Mundspray erhältlich und hilft Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, als Spasmolytikum. Er löst also Krämpfe. Weil er auch THC enthält, unterliegt er betäubungsmittelrechtlichen Regelungen. Ein weiterer Hanfextrakt ohne THC ist als Epidyolex für die Behandlung bestimmter Epilepsieformen beim Kind zugelassen. Er ist verschreibungspflichtig.

Vollspektrumprodukte von Lucky Hemp hingegen sind ohne jegliche Verschreibung zu bekommen, da sie nicht berauschen.

Wie unterscheidet sich CBD von THC?

CBD und THC haben viele Gemeinsamkeiten, aber eine unterschiedliche Wirkung auf den Körper. Wichtig: CBD macht nicht high.

 

 

Auf den ersten Blick und für ein eher ungeübtes Auge sehen sich CBD und THC sehr ähnlich. Und beide Stoffe sind sogar aus den gleichen Atomen zusammengesetzt: 21 Kohlenstoffatome, 30 Wasserstoffatome und zwei Sauerstoffatome.

Doch das fertige Molekül unterscheidet sich an einer Stelle vermeintlich minimal. Und das sorgt für eine völlig unterschiedliche Wirkung. Denn dadurch passen CBD und THC nicht mehr zu den gleichen Rezeptoren, die ja nach einem Schlüssel-Schloss-Prinzip arbeiten.

Und das hat entscheidende Konsequenzen:

  • THC aktiviert den CB1-Rezeptor, währende CBD ihn eher zu blockieren scheint.
  • THC löst einen Rausch aus, CBD macht nicht high.
  • THC kann abhängig machen, CBD nicht.

 

Und auch die Wirkungen unterscheiden sich. THC wird eher ein gesteigerter Appetit, eine verlangsamte Reaktionszeit und eine Beeinträchtigung von Gedächtnis und Koordination zugeschrieben. CBD soll den Appetit eher hemmen, das Immunsystem stärken und sich förderlich auf den Schlaf auswirken.

CBD steht zudem auch in Verdacht, die Wirkung von THC zu reduzieren und möglicherweise angenehmer zu machen, indem es Angst abmildert. Ein klarer Unterschied ist die rechtliche Lage: THC gilt als Rauschmittel und ist dementsprechend nicht legal, bei CBD ist der Gesetzgeber in den meisten Ländern deutlich lockerer.

Die Wirkung von CBD überzeugt sogar Kritiker

Bei CBD sind viele positive Wirkungen beschrieben: Es soll entspannend und entkrampfend wirken, gegen Ängste helfen und den Schlaf fördern. Seine entzündungshemmende Wirkung hilft auch bei Hautkrankheiten und auch chronische Schmerzen sollen mit CBD gelindert werden können.

Die Wirkung von CBD ist noch nicht vollständig erforscht. Sowohl was Wirkungsweise als auch was tatsächliche Wirkung angeht, gibt es noch einige Unklarheiten und ausstehende Forschungsergebnisse. Beschrieben sind viele positive Wirkungen, die nun weiter erforscht werden:

  • Entspannend
  • Krampflösend
  • Schlaffördernd
  • Entzündungshemmend
  • Angstlösend

Deswegen gibt es eine ganze Reihe von möglichen Wirkungen und Krankheiten, in deren Kontext CBD derzeit sehr intensiv erforscht wird. CBD könnte beispielsweise eingesetzt werden, um chronische Schmerzen zu lindern. Immunologen interessieren sich für die Auswirkungen auf das Immunsystem und die entzündungslindernde Wirkung. Diese ist auch für Dermatologen von großem Interesse, denn CBD könnte gegen Schuppenflechte und < href="https://link.springer.com/article/10.1007/s40257-018-0410-5#citeas">andere entzündliche Hautkrankheiten helfen. Psychiater und Psychologen interessieren sich hingegen vor allem für die Auswirkung von CBD auf Angsterkrankungen, Psychosen und Abhängigkeit von anderen Substanzen.

Kurz: CBD könnte möglicherweise bei vielen unterschiedlichen Krankheiten helfen. Erwiesen ist seine krampflösende Wirkung als Medikament, allerdings dabei zumindest teilweise bei gleichzeitiger Gabe von THC. Ohnehin ist der Wirkung wegen der häufigen Kombination mit THC recht kompliziert sauber aus Studien abzuleiten. Ebenfalls wichtig: Entscheidend über die Wirkung sind auch Dosierung und Qualität des CBD. Hier deuten sich in Studien schon jetzt große Unterschiede an.

CBD in Deutschland: Nicht ganz unkompliziert, aber legal

Der Konsum und Verkauf von CBD ist in Deutschland legal. Wichtig ist jedoch, dass der THC-Gehalt unter 0,2 % liegt.

Die Rechtslage ist in den meisten Ländern derzeit noch recht kompliziert. Das liegt daran, dass Hanf abseits der Nutzung für Seile, Samen und Co. ein Schattendasein fristete und CBD-Produkte erst seit einigen Jahren auf den Markt drängen. Aufgrund der Rauschwirkung von THC wird der Anbau und die Verwendung von Hanf in der EU stark reglementiert und überwacht. Doch CBD hat keine Rauschwirkung und fällt deswegen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Doch weil es noch nicht umfangreich erforscht ist und ein isolierter Stoff natürlich auch etwas anderes ist als eine Hanfpflanze, ist die rechtliche Lage von CBD noch etwas wackelig.

Ein Urteil des Bundesgerichtshof macht Hoffnung: Demnach ist der Verkauf von CBD-Blüten legal, wenn “ein Missbrauch des Cannabisprodukts zur Berauschung ausgeschlossen” ist.

Kopfzerbrechen bereitet den meisten Verkäufern der THC-Gehalt von CBD-Extrakten, Blüten und Co. Ist er größer als 0,2 %, fällt das gesamte Produkt unter das Betäubungsmittelgesetz und ist somit verboten. Außerdem dürfen die Produkte nicht für medizinische Zwecke bestimmt sein.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, ist der Verkauf und der Konsum jedoch vollkommen legal.

CBD hat kaum negative Wirkungen

CBD ist gut verträglich und hat kaum Nebenwirkungen.

CBD gilt grundsätzlich als sehr gut verträglich. Die WHO bescheinigt dem Cannabinoid ein gutes Sicherheitsprofil (S. 6). Sie geht davon aus, dass Nebenwirkungen auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zurückzuführen sind.

Die Nebenwirkungen von CBD sind allerdings ohnehin eher gering und zeitlich stark begrenzt. Schläfrigkeit und Durchfall treten häufiger auf. Auch Benommenheit, Appetitlosigkeit und leichtes Unwohlsein können vorkommen. Selten berichten Anwender auch von Hautausschlägen, Schlafstörungen, Schlaflosigkeit sowie innerer Unruhe.


Stand der Forschung: CBD im Fokus der Wissenschaft

Die Forschung an CBD intensiviert sich in den letzten Jahren, es gibt jedoch noch viele offene Fragen.

Die CBD-Forschung hat in den letzten zwanzig Jahren erheblich an Fahrt aufgenommen. Seit 1963 vermerkt die Wissenschaftsdatenbank PubMed der NCBI beispielsweise 8.363 Veröffentlichungen zu CBD. 5.144 stammen aus den letzten zehn Jahren, 1.403 sind zwischen 2020 und 2021 veröffentlicht. Es tut sich also einiges derzeit.

Doch die Forschung steckt immer noch in den Kinderschuhen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Pharmakologie sehr komplex ist und es nicht immer einfach zu ermitteln ist, wo ein Molekül welche Wirkung entfalten kann. Auch wenn es immer noch einige Wissenschaftler gibt, die sich für Grundlagenforschung rund um CBD und anderen Cannabinoiden interessieren, verlagert sich die Forschung in den letzten Jahren sehr stark in den medizinischen Bereich.

Die Wirkung von CBD ist dennoch noch nicht umfangreich erforscht. In vielen Fällen gibt es keine gesicherten wissenschaftliche Erkenntnisse, aber durchaus Hinweise, die eine weitere Forschung rechtfertigt. Viele der Studien sind noch auf einem Stand, in dem Tierversuche für den Erkenntnisgewinn die wichtigste Rolle spielt. Denn diese kommen aus ethischen Gründen zeitlich immer vor Studien am Menschen. Allerdings lassen sich die Ergebnisse nicht einfach auf den Menschen übertragen. Und auch bei Studien mit menschlichen Probanden spielen viele Faktoren eine Rolle, die die Aussagekraft beeinflussen: Die Dosierung und Art der Darreichung, die Größe der Studie oder methodische Mängel führen oft dazu, dass eine Studien nicht reicht, um ein „wissenschaftlich erwiesen“-Label auf CBD-Produkte zu kleben.

Anders sieht das vor allem dann aus, wenn Forscher ein Medikament zulassen möchten. Hier ist die Wirkung und die Sicherheit ausreichend belegt, weil das Präparat sonst keine Zulassung erhalten kann. Auch Medikamentenstudien sind nicht unfehlbar, allerdings werden sie standardisiert durchgeführt und gründlich geprüft. Die Wirkung gilt dann als nachgewiesen.

Dennoch hinkt die Forschung der Nachfrage immer noch hinterher. Viele wichtige Fragen sind noch nicht ausreichend geklärt. Das betrifft auf der einen Seite die positiven Wirkungen wie Entspannung, die Auswirkung auf Schlaf und Angst, auf der anderen Seite jedoch auch mögliche negative Auswirkungen wie etwa auf die Leber. Zwar nahmen die in einer Studie betroffenen Personen gleichzeitig Antileptika ein, allerdings ist das natürlich etwas, was weiter erforscht werden muss.

Tipps & Tricks für den Einkauf

Wenn du CBD ausprobieren möchtest, achte darauf, ein hochwertiges Vollspektrum-Öl von einem seriösen Anbieter zu kaufen und starte ruhig mit einer geringen CBD-Konzentration.

  • Wenn du CBD ausprobieren möchtest, ist ein Vollspektrum-Öl für den Start optimal. Es ist nicht kompliziert in der Anwendung, du kannst es gut dosieren und brauchst keine Hilfsmittel.
  • Achte darauf, dass es sich um einen seriösen Hersteller handelt, der dir klar sagen kann, aus was für Pflanzen sein CBD kommt, wie er es gewinnt und wie er die Qualität sicherstellt.
  • Prüfe Bewertungen, die du online über die Produkte und den Hersteller finden kannst. Bewertungsportale wie Trusted Shops und Co. geben dir oft wichtige Anhaltspunkte über die Qualität der Produkte und den Kundenservice.
  • Wenn der CBD-Hersteller Heilsversprechen macht und mit konkretem medizinischen Nutzen wirbt, nimm Abstand von dem Produkt. In Deutschland ist das nicht erlaubt und dementsprechend handelt es sich um einen unseriösen Anbieter.
  • Achte unbedingt auf Laboranalysen. Sie sollten aus einem unabhängigen Labor stammen und aktuell sein. Denn jede Charge benötigt eine neue Analyse. Dementsprechend sollte sie definitiv jünger als ein Jahr sein.
  • Akkreditierte Labore sind noch einmal deutlich teurer und ein Hinweis darauf, dass der CBD-Verkäufer viel Wert darauf legt, seine hohe Qualität auch nachzuweisen.
  • Achte auf Vollspektrum-Öle, wenn du dich persönlich vom Entourage-Effekt überzeugen willst.
  • CBD-Öl wird in verschiedenen Konzentrationen angeboten. Zwischen 5 und 30 % sind übliche Konzentrationen. Bei einem 10 % Öl würdest du in einem ml dieses Öles 100 mg CBD finden. Ein Tropfen sind üblicherweise 0,03 ml. 10 mg sind also 3 Tropfen und in einer Flasche mit 10 ml sind ungefähr 333 Tropfen enthalten.
  • Wenn du gerade erst mit CBD anfängst, reicht ein fünfprozentiges Öl. Du kannst dich damit leichter an die richtige Menge herantasten, indem du es höher dosierst.
  • CBD-Öl haben ganz verschiedene Aromen. Welche genau, hängt von den enthaltenen Terpenen und Flavonoiden ab, welche je nach Pflanze und Art unterschiedlich stark auftreten. Die Aromen werden nicht nur durch die Qualität der Pflanze und der Extraktion bestimmt, sondern können durch das Trägeröl auch völlig anders sein. Wenn du den Geschmack von CBD-Öl und Hanf also nicht so gerne magst, sind Aromaöle wie Zitrone, Mandel oder Vanille möglicherweise ein Alternative für dich.

 


Fazit

Cannabis verbinden die meisten mit THC. CBD fristete lange ein Schattendasein, obwohl es zuerst entdeckt wurde und sich schon seit einigen Jahrzehnten andeutet, dass dieses Cannabinoid viele förderliche Wirkungen auf die Gesundheit des Menschen haben könnte, ohne berauschend zu wirken. Das ist auch in der Forschung angekommen, die sich seitdem intensiv CBD und anderen Cannabinoiden widmet.

CBD hat kaum Nebenwirkungen und kann in Deutschland legal erworben und verwendet werden. Käufer müssen dabei auf die Qualität der Produkte und die Seriosität der Hersteller achten, um von der positiven Wirkung von CBD profitieren zu können.