Was ist Beschneiden bei Cannabis?
Das Beschneiden von Cannabis, oft als Pruning bezeichnet, ist eine gängige Praxis im Cannabisanbau, bei der bestimmte Pflanzenteile entfernt werden, um das Wachstum und die Erträge zu optimieren. Diese Technik dient dazu, tote, kranke oder schlecht beleuchtete Blätter und Zweige zu entfernen, um die Ressourcenverteilung der Pflanze zu verbessern und die Blütenproduktion zu konzentrieren. Das bedeutet für Dich: gesündere Pflanzen und bessere Ernten!
Das Beschneiden von Cannabis fördert eine bessere Luftzirkulation und Lichtdurchdringung, was dazu beiträgt, Schimmel und Schädlingsbefall zu minimieren. Es ermöglicht auch eine gezielte Formgebung der Pflanze, was besonders hilfreich in begrenzten Anbauräumen ist – vor allem beim Indoor Grow. Verschiedene Techniken wie das Lollipopping oder Fimming konzentrieren die Energie der Pflanze auf die produktivsten Bereiche, indem weniger wichtige Teile entfernt werden. Diese Methoden tragen dazu bei, dass die Pflanze buschiger wächst und eine höhere Qualität und Quantität der Blüten erreicht wird.
Cannabis beschneiden vs. Topping
Wenn Du Deinen Cannabis schneiden möchtest, ist Dir bei der Recherche bestimmt schonmal der Begriff Topping begegnet. Aber was bedeutet das? Und was ist der Unterschied zum klassischen Beschneiden der Cannabispflanze?
Topping und Beschneidung sind zwei wesentliche Techniken im Cannabisanbau, unterscheiden sich jedoch grundlegend in ihrer Anwendung und ihren Zielen. Topping zielt darauf ab, das vertikale Wachstum der Pflanze zu begrenzen und stattdessen ein buschigeres, kompakteres Erscheinungsbild zu fördern. Hierbei wird der Hauptstamm der Pflanze oberhalb eines Knotens abgeschnitten, was die Pflanze dazu zwingt, ihre Energie auf mehrere Seitentriebe zu verteilen, statt weiter in die Höhe zu wachsen. Dies führt zu einer erhöhten Anzahl von Blütenständen und einer insgesamt höheren Erntequalität.
Beim Beschneiden von Cannabis geht es hingegen darum, die Pflanze durch das Entfernen überschüssiger oder abgestorbener Teile gesund zu halten und dadurch das Wachstum zu fördern.

Cannabis richtig beschneiden für mehr Ertrag
Du möchtest Deine Cannabispflanze beschneiden, um sie gesund und glücklich zu halten – aber wie beschneidet man Cannabis überhaupt? Worauf sollte man achten? In erster Linie geht es um die Entfernung von unnützen oder problematischen Pflanzenteilen, wie beispielsweise toten oder schlecht beleuchteten Blättern und Zweigen. Nutze dazu eine Schere mit scharfen Klingen, um die Pflanze nicht unnötig zu verletzen. Auf keinen Fall sollte man Blätter oder Triebe einfach mit der Hand abreißen, da hierbei auch gesunde Teile beschädigt werden könnten. Nutze am besten unsere Trimm Schere ProCut, die genau für diesen Zweck entwickelt wurde.
Diese Methode optimiert die Ressourcenzuteilung innerhalb der Pflanze, verbessert die Luftzirkulation und maximiert die Belichtung der verbleibenden Blätter und Blüten. Indem die Pflanze von unnötigem Ballast befreit wird, kann sie ihre Energie effizienter für die Produktion hochwertiger Blüten nutzen. Letztendlich dienen sowohl das Topping als auch das Beschneiden von Cannabis dazu, ein optimales Pflanzenwachstum und eine maximale Ernte zu gewährleisten, jedoch mit unterschiedlichen Ansätzen und Zielen.
Notwendigkeit und Nutzen des Beschneidens
Deinem geliebten Cannabis Blätter abschneiden – das tut weh. Dir mehr als der Pflanze, denn dieser kann das Beschneiden tatsächlich richtig guttun. Durch das gezielte Entfernen von toten, kranken oder schlecht beleuchteten Pflanzenteilen kann die Pflanze ihre Energie auf die Produktion von qualitativ hochwertigen Blüten konzentrieren. Diese Effizienzsteigerung führt nicht nur zu einer höheren Quantität, sondern auch zu einer verbesserten Qualität der Erträge. Für alle, die ihre Pflanzen nicht nur als Deko nutzen, sondern reiche Ernten haben möchten, heißt es also: Cannabis beschneiden!
Verbesserung der Wachstumsbedingungen
Ein weiterer wesentlicher Nutzen des Beschneidens ist die Optimierung der Wachstumsbedingungen. Durch das Entfernen von überflüssigem Pflanzenmaterial wird die Luftzirkulation innerhalb der Pflanze verbessert, was das Risiko von Schimmelbildung und Schädlingsbefall reduziert. Allein das spricht dafür, Deinen Cannabis zu beschneiden, denn der Vorgang bedeutet weitaus weniger Arbeit als die Bekämpfung von Schimmel und Schädlingen.
Zudem erhöht sich die Lichtdurchdringung, wodurch auch die tiefer liegenden Blätter und Blütenstände ausreichend Licht erhalten. Diese Verbesserungen tragen insgesamt zu einem gesünderen und kräftigeren Pflanzenwachstum bei.
Schließlich ermöglicht das Beschneiden von Cannabis eine präzisere Steuerung der Pflanzengröße und -form. Dies ist besonders in Innenräumen oder begrenzten Anbaubereichen wichtig, wo Platz effizient genutzt werden muss. Durch regelmäßiges Beschneiden können Gärtner die Pflanzenstruktur so gestalten, dass sie den verfügbaren Raum optimal ausnutzt und ein gleichmäßiges Wachstum gefördert wird. Insgesamt trägt das Beschneiden wesentlich dazu bei, das Potenzial jeder einzelnen Cannabispflanze voll auszuschöpfen.

Zeitpunkt und Methoden des Beschneidens
Wir wissen also nun, warum das Beschneiden von Cannabis (ob outdoor oder indoor) so wichtig ist und welche Vorteile es bringt. Aber wann sollte man Cannabis beschneiden? Wie wählt man den richtigen Zeitpunkt?
Der Zeitpunkt und die Methoden des Beschneidens von Cannabispflanzen sind entscheidend für den Erfolg beim Anbau. Das Beschneiden sollte in der Regel in der vegetativen Wachstumsphase beginnen, sobald die Pflanzen eine buschigere Struktur entwickeln. Häufig wird der erste Beschneidungsschnitt im unteren Bereich der Pflanze vorgenommen, wo das Licht oft nicht ausreicht, um eine effektive Photosynthese zu ermöglichen.
Beschneidung in der vegetativen Phase
Während der vegetativen Phase empfiehlt es sich, alle ein bis zwei Wochen Deinen Cannabis zu beschneiden, um das Wachstum zu fördern und die Pflanze auf die kommende Blütephase vorzubereiten. Dabei werden hauptsächlich große, beschattete oder sterbende Blätter und Zweige entfernt. Durch den regelmäßigen Schnitt werden die Ressourcen der Pflanze bestmöglich verteilt, was zu einem gesunden und kräftigen Wachstum führt. Es ist wichtig, nicht mehr als 20–30 % des Laubwerks auf einmal zu entfernen, um Stress für die Pflanze zu minimieren.

In der Blütephase sollte die Intensität des Beschneidens reduziert werden. In dieser Phase fokussiert die Pflanze ihre Energie auf die Blütenbildung und größere Beschneidungsmaßnahmen könnten schädlich sein. Dennoch ist es weiterhin sinnvoll, gelbe oder tote Blätter zu entfernen, um eine gute Luftzirkulation zu garantieren und das Risiko von Schimmelbildung zu verringern. Kleinere, schlecht beleuchtete Zweige, die keine hochwertigen Blüten hervorbringen, können ebenfalls entfernt werden.
Bei der Wahl der Beschneidungsmethoden gibt es verschiedene Techniken. Das klassische Pruning konzentriert sich auf die selektive Entfernung von Blättern und nicht essentiellen Zweigen, während das Lollipopping die unteren zwei Drittel der Pflanze beschneidet, um die Energie auf die oberen Bereiche zu konzentrieren. Jede Methode hat ihre spezifischen Vorteile und sollte je nach individueller Pflanze und Anbauziel ausgewählt werden.Werkzeuge und Techniken für effektives Pruning
Für effektives Pruning sind die richtigen Werkzeuge und Techniken unerlässlich. Hochwertige, scharfe und sterilisierte Gartenscheren sind ein Muss, um saubere Schnitte zu gewährleisten und das Risiko von Krankheiten zu minimieren. Es ist wichtig, die Scheren regelmäßig zu reinigen und zu sterilisieren, um die Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern.
Die besten Werkzeuge für das Pruning
Neben den Gartenscheren können auch Präzisionsspitzen-Scheren beim Beschneiden von Cannabis für kleinere Blätter und Stängel verwendet werden. Diese ermöglichen genaues Arbeiten und sind besonders in dichten Pflanzenregionen nützlich. Handschuhe sind ebenfalls von Vorteil, um die Hände zu schützen und Verunreinigungen zu vermeiden. Mit den richtigen Werkzeugen ausgestattet, wird das Beschneiden der Pflanzen deutlich effizienter und schonender für die Pflanzen.
Für die unterschiedlichen Pruning-Techniken kann eine Vielzahl spezialisierter Scheren verwendet werden. Einige Scheren sind für das grobe Zuschneiden der dickeren Äste gedacht, während andere für filigranere Arbeiten an den Blättern und Nebenästen konzipiert sind. Die Wahl des richtigen Werkzeugs hängt von der spezifischen Aufgabe und dem Teil der Pflanze ab, der beschnitten werden soll.

Techniken für das Pruning
Zu den gängigen Pruning-Techniken gehören das klassische Pruning, Lollipopping und Fimming. Bei der klassischen Methode werden selektiv einzelne Blätter und Zweige entfernt, während Lollipopping die unteren zwei Drittel der Pflanze beschneidet, um die Energie auf die oberen Blüten zu fokussieren. Fimming hingegen zielt darauf ab, nur etwa 30 % des Wachstums zu entfernen, um mehrere Seitentriebe zu fördern. Jede Technik hat ihre spezifischen Vorzüge und richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Pflanzen und den Zielen des Anbauers. Wie Du Deinen Cannabis beschneidest, liegt also ganz bei Dir.
Eins ist aber sicher: Die Anwendung der richtigen Techniken zur richtigen Zeit kann den Unterschied zwischen einer erfolgreichen und einer mittelmäßigen Ernte ausmachen.
Pflege nach dem Beschneiden von Cannabis
Nach dem Pruning erfordert die Pflanze besondere Pflege, um optimal zu gedeihen und sich schnell zu erholen. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die Bereitstellung von ausreichend Licht und Wasser. Diese Faktoren sind entscheidend, um den Stress der Pflanze zu minimieren und das Wachstum der verbleibenden Teile zu stimulieren. In einer Phase erhöhter Photosynthese nach dem Beschneiden ist es essenziell, dass die Pflanze in einer Umgebung mit optimaler Beleuchtung steht.

Wasserversorgung und Nährstoffe
Die Wasserversorgung spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle in der Pflege nach dem Beschneiden. Es ist wichtig, die Pflanze gut zu wässern, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Gleichzeitig sollte übermäßiges Gießen vermieden werden, um Wurzelfäule und andere Krankheiten zu verhindern. Denn Staunässe mögen die Pflanzen gar nicht. Ebenso kann die Zugabe von speziellem Dünger, der Vitamin B1 enthält, die Nährstoffaufnahme und die Assimilation von Phosphor fördern. Vitamin B1 hilft der Pflanze, sich nach dem Stress der Beschneidung zu regenerieren. Und je schneller sie sich erholt, desto schneller kann sie auch neue, gesunde Triebe bilden, was sich positiv auf die Quantität und Qualität Deiner Ernte auswirkt.
Überwachung und Anpassung
Ein weiterer entscheidender Aspekt der Nachsorge ist die kontinuierliche Überwachung der Pflanze auf Anzeichen von Stress oder Krankheiten. Das regelmäßige Überprüfen auf Schädlingsbefall oder Nährstoffmangel kann helfen, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Die Verwendung von natürlichen Wachstumsförderern wie Kelp kann ebenfalls zur Stärkung der Pflanze beitragen. Kelp ist eine organische Quelle von Nährstoffen und unterstützt die Pflanze in ihrer Regenerationsphase. Schließlich sollte die Pflanzenumgebung in den ersten Tagen nach dem Pruning möglichst stabil gehalten werden, um Stress zu minimieren.
Vielfältige Beschneidungstechniken für unterschiedliche Wachstumsphasen
Die Beschneidungstechniken variieren je nach Wachstumsphase der Cannabispflanze und sind auf die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Phase abgestimmt. Während der vegetativen Phase, die für das allgemeine Wachstum und die Entwicklung der Pflanze entscheidend ist, kommen Techniken wie das Toppen und Lollipopping zum Einsatz. Diese Methoden fördern eine buschigere Pflanze und eine gleichmäßige Verteilung der Wachstumshormone, was zu einer maximalen Nutzung des Anbauraums führt.
Techniken in der vegetativen Phase
In der vegetativen Phase sind regelmäßige, selektive Schnitte notwendig, um die Pflanze auf die bevorstehende Blütephase vorzubereiten. Methoden wie das Lollipopping, bei dem die unteren Zweige entfernt werden, sorgen dafür, dass die Energie der Pflanze in die oberen Blütenstände fließt. Ebenfalls häufig angewendet wird das Fimming, das ähnlich wie das Toppen funktioniert, jedoch weniger invasiv ist und zu einer stärkeren Verzweigung führt. Beide Techniken tragen dazu bei, dass das Licht gleichmäßiger verteilt wird, was in einem dichteren und gleichmäßigeren Wachstum resultiert.

Techniken in der Blütephase
Während der Blütephase sind andere Techniken wie das Entfernen von Schattenblättern nützlich. In dieser Phase möchten die Gärtner möglichst viele Blütenstände maximal belichten. Techniken wie das selektive Entfernen von großen Blättern, die Licht blockieren, können die Lichtdurchdringung verbessern und das Wachstum der Blüten fördern. Durch gezieltes Beschneiden in den unterschiedlichen Phasen kann die Pflanze ihre Ressourcen optimal verteilen, was letztlich zu besseren und größeren Erträgen führt.
Während der Blütephase sollte die Pflege darauf abzielen, das Blütenwachstum zu maximieren und gleichzeitig die Pflanze so wenig wie möglich zu stressen. Die Beschneidung während der ersten zwei Wochen der Blütephase, auch bekannt als "Schwiegermutterbeschneidung", hilft, das Licht auf die wichtigen Blütenstellen zu lenken und die Luftzirkulation zu verbessern. Es ist wichtig, die richtige Balance zu finden, damit die Pflanze genügend Energie für die Blütenproduktion aufbringen kann.
Automatic Cannabis beschneiden?
Im Gegensatz zu photoperiodischen Sorten erfordern autoflowering Cannabispflanzen eine angepasste Herangehensweise an Beschneidungstechniken. Da sie unabhängig vom Lichtzyklus nach einer festgelegten Zeit in die Blüte übergehen, bleibt weniger Spielraum für Eingriffe, die mit Stress verbunden sind. Besonders starke Eingriffe wie Toppen oder Fimming sind bei Automatics nur mit großer Vorsicht anzuwenden, da die Pflanze unter Umständen nicht genügend Zeit zur Regeneration hat. Ein falscher Schnitt zur falschen Zeit kann das Wachstum erheblich hemmen und sich negativ auf den Ertrag auswirken.
Stattdessen haben sich schonende Methoden wie das Low Stress Training (LST) bewährt. Dabei werden Zweige vorsichtig gebogen und fixiert, um eine gleichmäßige Lichtverteilung zu ermöglichen und den Ertrag zu steigern, ohne die Pflanze stark zu belasten. Auch das gezielte Entfernen einzelner Schattenblätter kann sinnvoll sein – insbesondere, wenn sie das Licht an wichtigen Blütenstellen blockieren. Diese minimalinvasiven Maßnahmen fördern das gesunde Wachstum und erhöhen die Effizienz der Pflanze, ohne ihren Entwicklungszyklus zu stören.
Insgesamt ist beim Beschneiden von Autoflowers Zurückhaltung gefragt. Wer sich für eine solche Sorte entscheidet, profitiert meist ohnehin von einem unkomplizierteren Anbau – vorausgesetzt, man respektiert den natürlichen Rhythmus der Pflanze und greift nur dort ein, wo es wirklich notwendig ist.
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